DIE WELT 3.12.2006
Libanon / Zu wenige zornige junge
Männer für den Bürgerkrieg
Gunnar Heinsohn erklärt, warum es
trotz aller religiösen Gegensätze
nicht mehr, wie vor zwanzig
Jahren, zum brudermörderischen
Gemetzel kommen wird.
Wer das glaubt ! Dieser Zusammenhang zwischen Bevölkerungsstruktur und Kriegsprognose, scheint doch zu simpel.
Zudem ergibt sich ein Umkehrschluss, der mir doch problematisch scheint:
Zitat aus
DIE WELT
Selbst Gaza könnte heute ruhig
sein, wenn zu Beginn des
Oslo-Prozesses 1990 die
Weltgemeinschaft zwar weiterhin
jedes bis dahin geborene Kind als
“Flüchtling” versorgt, aber
angekündigt hätte, dass danach
aber, wie im Libanon,
Eigenunterhalt einsetzen
müsse. Heute würden die ersten
Jungen das “Kampfalter” von 15
Jahren erreichen und zugleich
einzige Söhne sein. Die würden
sich vom Terror wenig, aber von
einem Frieden mit Israel manches
versprechen können.
Die Welt aber bezahlt weiter und
denkt nicht einmal 2006 daran,
wenigstens für das Jahr 2020 dem
“Kriegswillen” seine zornige
Basis zu entziehen.
Die schlechte Nachricht zur guten Nachricht könnte sein,
dass die Bundeswehr keine zornigen jungen Männer mehr braucht, um mit überlegener Militärtechnologie, - vielleicht sogar demnächst mit wartungsfreien Kampfrobotern die “Deutschen Interessen am Hindukusch” zu “verteidigen”.
Übrigens kommt Gunnar Heinsohn am 11.01.2007 nach Essen.
11.01.2007 / 19:30 Uhr Donnerstagsgespräch in der Alten Synagoge:
“Babies Win Wars. Entscheidet die
Demografie die Zukunft Europas?
Prof. Dr. Gunnar Heinsohn,
Bremen”
1 Kommentar:
Machen junge Männer Krieg?
Gunnar Heinsohns wilde Thesen – und eine Berliner Studie zur Weltbevölkerung Von Reiner Klingholz
http://www.zeit.de/2004/10/SM-HeinsohnKURZ
Weltproblem Radikalismus
Das Philosophische Quartett vom 29. Oktober mit den Gästen Roger Willemsen und Dr. Gunnar Heinsohn
Video auf www.zdf.de
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